Route des grandes Alpes

 Die Route des Grandes Alpes – Ein Traum jedes Radfahrers

Unsere siebentägige Fernfahrt führte in diesem Jahr von Thonon-les-Bains am Genfersee nach Menton an der Côte d’Azur, im Wesentlichen entlang der „Route des Grandes Alpes“. Allerdings entschied sich Organisator und Tourenplaner Martin dafür, den von der „Tour de France“ berüchtigten Anstieg nach Alpe d’Huez sowie eine der höchsten asphaltierten Passstraßen über den Col de la Bonette, der mit seiner Ringstraße auf über 2800m führt, mit einzubinden.

Einen Tag nach der Anreise brach am 25.06.22 die 6köpfige Rennradtruppe von Thonon auf in Richtung Süden, die gut 800km und 20.000 Höhenmeter der Tour zu bezwingen. Toni im Begleitfahrzeug sorgte dabei für die Überführung von Gepäck und -sofern erforderlich- für die Verpflegung der Rennradfahrer während der Tagesetappen.

Schon am ersten Tag wurden die Fahrer auf eine ernste Probe gestellt: 123km und über 2700 Höhenmeter gaben einen Vorgeschmack auf die folgenden Etappen. Erstes Tagesziel war die Olympiastadt der Winterspiele 1992, Albertville.

Die zweite Tagestour führte nach Val d’Isere über den Col du Roselend. Die zu bewältigenden fast 3300 Höhenmeter verlangten den Rennfahren, bei teilweise heftigem Gegenwind, einiges ab. Für einige war es noch nicht genug und so ging es u.a. für Toni zum Col l’Iseran um die Strecke für den Folgetag auszukundschaften.

Tag drei begann unmittelbar mit dem Anstieg auf den 2770m hohen Pass Col I’Iseran. Starker Gegenwind erschwerte auch hier wieder den Aufstieg. Vor dem geplanten Tagesziel Saint-Jean-de-Maurienne, das in diesem Jahr auch wieder von der Tour de France durchfahren wird, führte ein seitlicher Abstecher auf den Col du Telegraph.

Der nächste Tag hatte das klingende Etappenziel „Alpe d’Huez“ (Ziel der 12. Etappe Tour de France 22). Zuvor galt es, den Col de la Croix de Fer (2067m) zu bezwingen. Bereits Wochen vor Ankunft der Profirennradfahrer wurden ganze Straßenzüge neu asphaltiert und in den Farben der Tour-Trikots dekoriert. Ein einmaliges Erlebnis für die Ritzlfuchser, diese legendären Strecken zu befahren!

Tag fünf hatte Briancon zum Ziel, nicht ohne einem seitlichen Abstecher über den Col du Galibier (2645m) mit Valloire als Wendepunkt, somit musste der Galibier zweimal überfahren werden – eine Herausforderung für die RCR-Fahrer, die alle mit Bravour bewältigten. Zur Belohnung gab es eine über 40km lange Abfahrt nach Briancon.

Am vorletzten Tag führte die Strecke über den Col d’Izoard (2360m) und den Col du Vars (2109m) nach Jausiers. Dass die Ritzlfuchser allesamt gut im Training stehen, belegte die Tatsache, dass auch dieser Tag nach fünf vorangegangenen schweren Teilstücken, bestens bewältigt wurde!

Der siebte und letzte Tag führte auf den Col du la Bonette, mit seiner Ringstraße auf über 2800m. Temperaturen unter 10°C, die spürbar dünne Höhenluft und frischer Wind konnten keinen der RCR-Rennfahrer in die Knie zwingen, alle erreichten die Gipfelhöhe. Sogar der Gipfelzustieg zu Fuß mit knapp 100hm wurde noch von allen höchst euphorisiert mitgenommen.

Die anschließende Abfahrt sowie der Zug der sechs Rennfahrer in der Ebene glich beinahe einem Schaulaufen, das Ziel Menton an der Côte d’Azur vor Augen, doch sollten die finalen beiden letzten Anstiege mit je rund 500m nicht unterschätzt werden, immerhin lagen die Lufttemperaturen unweit der Küste nun wieder über 30°C. Gegen 18 Uhr trafen alle Rennradfahrer unversehrt und überglücklich am Hotel in Menton ein. Aus einer spontanen Idee heraus fuhren wir am Abend in das 8km entfernte Monaco, um dort die F1-Strecke zu umrunden und für Erinnerungsfotos vor dem bekannten Casino.

 

Fazit der diesjährigen Fernfahrt: eine klasse Tour bei bestem Wetter, viele unvergessliche Eindrücke, hervorragend organisiert – so macht eine Fernfahrt richtig Spaß!

 

 

Auf dem Bild von links, alle Teilnehmer der RC Ritzlfuchser Fernfahrt 2022 auf dem Col du Galibier:
Stephanus, Manfred, Christoph, Michael, Martin, Heinrich, Anton

Text: Anton; Foto: Alle